SS-31

Mitochondriales Peptid, das an Cardiolipin in der inneren Membran bindet, die Cristae stabilisiert und ATP wiederherstellt. Fortgeschrittene Humanstudien.

Mitochondrien & Energie · Keine medizinische Beratung.

Evidenz: Stufe 3 · fortgeschrittene Phase 2/3
Typ
Einzel-Peptid
Kategorie
Mitochondrien & Energie
Vial-Kürzel
SS31 / ELAM
Vial-Größen
10, 50 mg
Handelsnamen
Elamipretide (Bendavia)
Halbwertszeit
experimentell

Auf einen Blick

Wirkmechanismus
SS-31 (Elamipretide) bindet spezifisch an Cardiolipin in der inneren Mitochondrienmembran, stabilisiert die Membranfalten (Cristae), stellt die ATP-Produktion wieder her und senkt den Ausstoß freier Radikale (ROS).
Nutzen & Anwendung
Soll die zelluläre Energieproduktion bei chronischer Erschöpfung, mitochondrialen Myopathien und altersbedingtem Leistungsabfall reaktivieren; profitiert vor allem Herz und Nieren.
Studienlage
Stufe 3: in fortgeschrittenen klinischen Phasen (Phase 2 und 3) für Barth-Syndrom, chronische Herzinsuffizienz und trockene Makuladegeneration; sehr gute Verträglichkeit.
Dosier-Hinweis
Wird meist mit ca. 2 ml BAC-Wasser rekonstituiert; Dosen liegen oft im Bereich von 500–1.000 mcg pro Tag. Keine Dosierungsanweisung - nur Information.

Im Dosis-Rechner verwenden

SS-31 (auch Elamipretide oder Bendavia) ist ein mitochondriales Peptid, das direkt an den Kraftwerken der Zelle wirkt. Es bindet spezifisch an Cardiolipin in der inneren Mitochondrienmembran, stabilisiert die Cristae und stellt die ATP-Produktion wieder her. Evidenzstufe 3.

Wie wirkt SS-31?

Anders als MOTS-c, das primär die mitochondriale Genexpression und den Glukosestoffwechsel triggert, arbeitet SS-31 rein strukturell. Es bindet an Cardiolipin, ein Lipid, das ausschließlich in der inneren Mitochondrienmembran vorkommt und die Membranfalten (Cristae) formt. Bei oxidativem Stress oder Alterung wird Cardiolipin beschädigt, wodurch die Energieproduktion einbricht. SS-31 stabilisiert dieses Lipid, stellt die Membranstruktur wieder her und senkt den Ausstoß schädlicher freier Radikale (ROS) drastisch. So unterscheidet sich der Wirkansatz klar vom AMPK-Schalter von MOTS-c.

Wofür wird SS-31 genutzt?

SS-31 wird eingesetzt, um die zelluläre Energieproduktion bei chronischer Erschöpfung, mitochondrialen Myopathien und altersbedingtem Leistungsabfall zu reaktivieren. Besonders profitieren Herz-Kreislauf-System und Nieren, da diese Organe die höchste Mitochondrien-Dichte aufweisen. Reconstituiert wird meist mit ca. 2 ml BAC-Wasser; Tagesdosen liegen oft bei 500–1.000 mcg. Eigene Notizen speichern? Kostenlos registrieren.

Wie ist die Studienlage?

SS-31 befindet sich in weit fortgeschrittenen klinischen Phasen (Phase 2 und 3) - etwa für das seltene Barth-Syndrom, chronische Herzinsuffizienz und trockene Makuladegeneration. Die Datenlage ist solide und zeigt eine hervorragende Verträglichkeit, weshalb es als einer der vielversprechendsten Wirkstoffe der Langlebigkeitsforschung gilt. Volumen und Einheiten berechnest du mit dem Dosis-Rechner; Grundlagen klärt die FAQ.

Hinweis: Informationsangebot, keine medizinische Beratung. Viele Substanzen sind experimentell und nicht für den menschlichen Gebrauch zugelassen.

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Quellen

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