Einfrieren ist die beste Langzeit-Lagerung für Peptide - aber nur für das Pulver (Lyophilisat). Eine bereits angemischte (rekonstituierte) Lösung darf niemals eingefroren werden.
Friere niemals eine angemischte (rekonstituierte) Lösung ein. Eiskristalle und Frost-Tau-Zyklen zerstören die empfindlichen Peptidketten; angemischte Vials gehören in den Kühlschrank - siehe Lagerung.
Wie frierst du das Pulver richtig ein?
Verpacke das Pulver-Fläschchen (Vial) luftdicht zusammen mit einem Trockenmittel (das Lyophilisat ist hygroskopisch) und lagere es bei −18 °C oder kälter. So bleibt es oft mehrere Jahre stabil. Licht meiden.
Mit Dose und Kühlakku organisieren
Praktisch ist eine gefriergeeignete Dose mit einem Kühlakku: Lege die einzeln und luftdicht verpackten Fläschchen (jeweils mit Trockengel) aufrecht hinein, dazu den Kühlakku - selbst in einem ZIP-Beutel, damit er keine Feuchtigkeit abgibt - sowie ein Stück Küchentuch und ein paar Trockengel-Beutel. So liegen mehrere Fläschchen geschützt an einem Ort. Brauchst du eines, nimmst du die Dose nur kurz heraus, entnimmst einen Beutel und stellst sie sofort zurück; der Kühlakku federt die kurze Temperaturschwankung ab.
Frost-Tau-Zyklen vermeiden
Jedes Auftauen und erneute Einfrieren schadet dem Peptid. Nimm das Fläschchen nicht ständig heraus; wenn du selten benötigte Mengen lagerst, portioniere sie, damit du nur antaust, was du brauchst.
Worauf beim Entnehmen achten?
Lass das gefrorene Fläschchen vor dem Öffnen erst auf Raumtemperatur kommen. Öffnest du es kalt, schlägt sich Luftfeuchtigkeit als Kondenswasser nieder - und das hygroskopische Pulver zieht diese Feuchtigkeit an. Erst auftemperieren, dann öffnen und anmischen.
Häufige Fragen zu Haltbarkeit und Umgang beantwortet die FAQ.
Hinweis: Informationsangebot, keine medizinische Beratung. Viele Substanzen sind experimentell und nicht für den menschlichen Gebrauch zugelassen.
Schritt für Schritt
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Schritt 1Nur Pulver einfrieren
Ins Gefrierfach gehört ausschließlich das Pulver (Lyophilisat) - eine angemischte (rekonstituierte) Lösung niemals. -
Schritt 2Luftdicht mit Trockenmittel
Das Pulver-Fläschchen luftdicht und zusammen mit einem Trockenmittel verpacken, damit keine Feuchtigkeit hineinzieht. -
Schritt 3In eine gefriergeeignete Dose packen
Lege die luftdicht verpackten Fläschchen (Vials) in eine gefriergeeignete Dose und gib einen Kühlakku dazu, der in die Dose passt. Achte darauf, dass die Fläschchen aufrecht bleiben. Damit der Kühlakku keine Feuchtigkeit verteilt, steckst du auch ihn in einen ZIP-Beutel. Lege Akku und Fläschchen zusammen mit einem Stück Küchentuch und 2-3 Trockengel-Beuteln (Silikagel) lose in die Dose.
In eine Dose passen mehrere Fläschchen - jedes einzeln in einem luftdichten Beutel mit eigenem Trockengel. So hast du alle Vorräte an einem Ort und musst die Dose zum Entnehmen nur kurz öffnen.
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Schritt 4Bei −18 °C oder kälter
So gelagert bleibt das Pulver oft mehrere Jahre stabil. Vor Licht schützen. -
Schritt 5Frost-Tau-Zyklen vermeiden
Vermeide ständiges Ein- und Ausräumen - jeder Frost-Tau-Wechsel belastet das Peptid. Brauchst du ein Fläschchen, nimm die Dose nur kurz heraus, entnimm einen Beutel und stell die Dose sofort wieder zurück. Der Kühlakku in der Dose federt kurze Temperaturschwankungen ab, sodass die übrigen Fläschchen kaum antauen.
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Schritt 6Vor dem Öffnen auftemperieren
Das gefrorene Fläschchen erst auf Raumtemperatur kommen lassen, dann öffnen - sonst bildet sich Kondenswasser, das das hygroskopische Pulver aufnimmt.
Quellen
- Bachem - Handling & Storage Guidelineshttps://www.bachem.com
- Peptid-Handling & Lagerung - Sigma-Aldrichhttps://www.sigmaaldrich.com
- Frost-Tau-Stabilität von Peptiden - PubMedhttps://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov